Schiffsmodellsport in Haldensleben

"Ein fast vergessenes Kapitel"

Armeemuseum kauft M-L-R Typ Krake und das Schlachtschiff Tirpitz.

Wie Vater mit dem Armeemusum in Kontakt kam kann ich nicht mehr nachvollziehen, aber ein Mitarbeiter des Museums der Herr Nolte spielte eine Rolle. Ob durch einen Besuch oder über die GST kann ich nicht sagen. Aber eins ist sicher Anfang der siebziger Jahre sind wir in Haldensleben umgezogen und Vater plagten Platzprobleme, er mußte immerhin  5  bis 6 Modellen einen Platz bieten wo sie keinen Schaden nehmen konnten. Ich kann mir lebhaft vorstellen wie Mutter auf seine Modellausstellung reagiert hat denn aus eigener Erfahrung weiß ich was für Staubfänger die Schiffe sind und bei jedem saubermachen geht was kaputt. Mutter war eine sehr verständnissvolle Frau die Vater in jeder Hinsicht unterstützte aber alles hat seine Grenzen.  Da war der Verkauf an das Armeemuseum eine elegante Lösung. Das Gebäude des Armeemuseums in Dresden worde 1873 bis 1879 als Arsenal der Dresdener Garnison gebaut. Bereits ab 1897 worden Teile des Arsenals als Ausstellung präsentiert. Die Umbenennung in Sächsische Armeemuseum erfolgte 1914, ab 1940 war es das Deutsche Heeresmuseum. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Museum von der Roten Armee geräumt und da es kein interesse an militärischen Museen gab wurden die Gebäude von 1946 bis 1965 für Ausstellungen und Konzerte genutzt. Auf der Bühne im Hauptsaal fanden Konzerte statt, und in der Nordhalle waren Ausstellungen des Stadtmuseums Dresden untergebracht, so zum Beispiel die erstze Ausstellung zum Wiederaufbaus Dresden. Das Armeemuseum der DDR wurde 1961 in Potsdam gegründet und bezog das Arsenal in Dresden 1972, mit der Aufnahme der Museumstätigkeit suchte man Exponate um eine aktraktive Ausstellung aufzubauen. In diesem Zusammenhang erfolgte der Ankauf der Tirpitz und der Krake sowie der Bauauftrag für den Schweren Kreuzer Blücher. 1990 Übernahm das Bundesverteidigungsministerium die Leitung über das Armeemuseum und seit 1994 ist es das Leitmuseum der Bundeswehr. Mit 1,2 Millonen Objekte ist es heute eines der größten universellen militärischen Sammlungen in Europa, es werden 600 Jahre Militärgeschichte vom Mittelalter bis Heute gezeigt. Das Armeemuseum Dresden beansprucht für sich ein Fachmuseum mit internationalem Standart zu sein mit Zielsetzung der historisch-politschen  Aus und Weiterbildung. Auch auf dem Gebiet der Erforschung der  Militärtechnik hat es  Wegweisende Konzepte. 

Nachtrag: Ich möchte mich nochmal bei den Mitarbeitern des Armeemuseums bedanken für Ihre Bemühungen den Verbleib der Modell zu klären. Die Tirpitz ist in der Wendezeit verloren gegangen der Verbleib kann nicht mehr geklärt werden. Die Krake ging nach Hamburg in das Maritime Museum, ich werde versuchen mit dem Museum in Kontakt zu kommen. Tja, die Blücher meine Unterlagen sind der einstige Beweis das es das Modell gegeben hat.