Schiffsmodellsport in Haldensleben

"Ein fast vergessenes Kapitel"

Kümo Albatross

 Kümo Albatross

Das Modell des Kümo Albatros beruht auf den legendären Kümo 500 der in der Zeit von 1952 bis 1957 auf den verschiedensten Werften in unterschiedlichen Abmessungen und Ausführungen gebaut wurden ist. Er diente als Grundstock für die neu gegründete Deutsche Seereederei und war in der Nord und Ostsee zu Hause. Die ersten 6 Einheiten wurden auf der Peneewerft in Wolgast gebaut und das Typschiff erhielt auch den Namen Wolgast. Eine Einheit wurde in der Schiffsreparaturwerft Labegast gebaut aber da gab es schon die ersten Abweichungen vom Original Entwurf die letzten 11 Einheiten wurden in der Elbewerft Boizenburg gebaut, allerdings waren 2 Einheiten für den Export nach Albanien vorgesehen. Boizenburg entwickelte das Konzept weiter so das daraus dann der Typ Kümo 840 Serie Nordstern entstand. 

 

Die Einheiten der Peneewerft Wolgast gehörten zur Kümo500/I während die anderen Einheiten zur Kümo500/II gehörten

 

Angetrieben wurden je nach Art der Einheit mit 220-353 KW leistenden Viertakt Dieselmotor des Schwermaschinenkombinates Karl Liebknecht Magdeburg

 

Die Länge über alles variierte zwischen 47,95 m bis 50,12m. Auch die  Breite war von                                 8,20m  bis   8,40m unterschiedlich angegeben, mit 3,20m-3,75m gab es auch eine unterschiedliche Höhe über alles. So ist es nicht verwunderlich das auch der Tiefgang von 2,69m bis 3,10m nicht einheitlich ist. Je nach Motorisierung erreichte der Kümo eine Geschwindigkeit von 7 bis 9 Knoten . Nur die 11 Mann Besatzung  war bei allen Einheiten gleich.

 

Modell JantarHochseeschlepper Jantar

Der Hochseeschlepper Jantar ist eines der bekanntesten polnischen Schlepper, er wurde 1958 in England gebaut bei der Firma Hill&Sohn in Bristol unter der Baunummer413. Die polnische LOK gab schon früh einen Modellbauplan zu Bau dieses Modell heraus so das er sich auf den  Gewässern großer Beliebtheit erfreute. Auf Grund der typischen Schlepperform des Rumpfes eignete sich dieses Modell nicht unbedingt als E-Modell aber in der F-Klasse gab und gibt es einige gut gebaute Modelle. Die Jantar hatte eine Länge von 65,60m und eine Breite von 12,20 und verdrängt 1226 t Wasser. 1992 wurde sie in Gadani Beach verschrottet. Klaus gab sein Modell an die Jungen Techniker nach Bernburg ab.

modell3

UniAfrika Typ Wismar

1960 richtete die DSR und die polnische Reederei PZM einen gemeinsamen Liniendienst Uni Afrika ein. Für die Häfen in Westafrika entwickelte die Matthias Thesen-Werft in Wismar einen Mehrzweckfrachter um den besonderen Anforderungen der Häfen in Westafrika gerecht zu werden.Frachter des Typ Wismar waren Wechseldecker mit Back, die großen Ladeluken und das Schiff eigene Ladegeschirr erlaubten ein stauen und löschen mit Schiffsmittel. Das Ladegeschirr bestand aus 12 Ladebäume mit einer Traglast von 5-14 Tonnen,sowie ein Schwergut Baum mit einer Traglast von 50 Tonnen. Unter den großen Ladeluken verbargen sich 4 Laderäume, 2 Kühllager sowie 2 Tanks für Süßöl und Wein. Die Länge der Schiffe betrug 129.50m die Breite war 17,30m die Höhe 10,00m dabei hatte sie einen Tiefgang von 10,00m. Angetrieben wurde sie von einem Man 7 KZ60/105 Dieselmotor der seine Kraft auf einen Propeller übertrug, bei einer Leistung von 5149 KW machte das Schiff 16 Knoten. Die Besatzung bestand aus 35 Mann. Das Typschiff die Wismar wurde 1969 in Dienst gestellt und die Fürstenberg als letztes 1971. Ab 1990 wurden alle Schiffe ins Ausland verkauft und ab 1997 verschrottet.  Klaus baute sein Modell im Maßstab 1:75 und kommt damit auf eine Größe von 1,72 so das er in der KlasseF2C starten konnte. Mit dem Modell der Uni Afrika wurde er Deutscher Vizemeister und nahm an internationalen Wettkämpfen teil. Zum Beispiel in der Tschechoslowakei.

 

modell4Sosnatelny

Die Sosnatelny war ein Projekt an dem Klaus mit seinem Sohn Eric gemeinsam gearbeitet haben. Nach seiner Berufung zur Nationalmannschaft der DDR und der Qualifikation zur WM bekam er  die Starterlaubnis bei der WM in Magdeburg.Nun wurde aber Klaus von der Naviga zum Technischen Leiter und Schiedsrichter der WM berufen. So das Sein Sohn Eric in Vertretung mit der Sosnatelny starten musste. Das Modell war im Maßstab 1:50 gebaut und Startete in der Klasse EK.

 

Die Sosnatelny war ein Raketenzerstörer des Projektes56 Natocode Kotlin Klasse insgesamt wurden 27 Einheiten auf den verschiedenen Werften gebaut unter anderen in Leningrad , Mykolaijw und Amur. Während ihrer aktiven Dienstzeit sind die Einheiten auch öfters Umgebaut wurden so das es verschiedenen Bauausführungen gibt

 

gebaut wurde die Kotlin-Klasse in den Jahren 1956 bis 1958.  Außerdienstgestellt wurde sie in den 1990iger Jahren. Sie hatte eine Länge von 126,10 m und eine Breite von 12,16m und Verdrängte 3230 t. Die 4 Dampfkessel 4KW-76 mit den gekoppelten 2 GTZA Dampfturbinen lieferten 36000 PS oder 26478 KW welche auf 2 Schrauben übertragen wurde so das sie auf eine Geschwindigkeit von 38,5 Knoten kam. Die Besatzungsstärke betrug 284 Mann

modell5Landtief

Das letzte Modell was Klaus in seiner aktiven Laufbahn gebaut hat war die D115 Landtief von der SHD. Die Landtief gehört zur SK-64 Klasse mit der Projektbezeichnung 64-104. Sie wurde in der Peenewerft Wolgast 1968 gebaut und war eine spezielle Entwicklung als Seezeichenkontrollboot für Bodden und Haff. Mit einer Länge von 29,50 m und einer Breite von 6,20m hatte sie einen Tiefgang von nur 1,86 m und konnte eine Geschwindigkeit von 11 Knoten laufen. Sie bot platz für 7 Mann Besatzung. Das Ladegeschirrrr welches an einer Traverse zwischen den Schloten befestigt war konnte bis 1,5 t heben das Schleppgeschirr hatte einen Pfahlzug von 5 tbp. 1990 ging die Landtief an das WSA Stralsund und wurde in die Niederlande verkauft, wo sie heute noch als Jonas ihren dienst tut.