Schiffsmodellsport in Haldensleben

"Ein fast vergessenes Kapitel"

Bei der Jungfernfahrt des Tonnenlegers Hydrograf, hatte ich meine Frau mit ,damit einer fotografieren konnte. Ende vom Lied nach dem die Bilder im Kasten waren, durfte ich zuschauen wie meine Frau Schiffle fährt. Beim zweiten Testlauf war meine Frau auch wieder mit und wir teilten und die Funke. Abends bat sie mich ob sie nicht ein eigenes Modell haben könnte, dann muss nicht immer einer zuschauen und wir könnten unsere Freizeit gemeinsam gestalten. Abends schauten wir die Pläne durch und sie fand gefallen an einem Motorausflugsboot im Maßstab 1:25 was wunderbar zu dem Maßstab des Tonnenleger passt. 

Das Ausflugsboot wurde in den sechziger Jahren in Gdynia gebaut und durch das Maritim Büro Danzig bewirtschaftet. Mit einer Länge von 19,62m und einer Breite von 4,46m  und einem Tiefgang von 1,00m erreicht es eine Geschwindigkeit von 17 Knoten und kann bis zu 20 Personen befördern. Angetrieben wurde es über zwei 300 PS-Motoren.  Durch eine Schirokko-Heizung konnte das Boot auf Temperatur gehalten werden. Die Kabine war gastfreundlich eingerichtet und befand sich im Vorderteil. Die Küche und die Toiletten konnten über einen Korridor erreicht werden.

Da ich mich schon seit einiger Zeit mit GFK-Formenbau beschäftige sagte ich mir das probiere ich jetzt aus. Der Rumpf wurde als Urmodell fest auf Helling gebaut und dann mit GFK eine Negativform laminiert. In das Negativ habe ich das Positiv Laminiert und so einen kompletten GFK -Rumpf erhalten. Der Vorteil das ich den Rumpf jederzeit duplizieren kann. Einen Modellbau-Kollege konnte ich schon mit so einem Duplikat aushelfen.

 Da ich keinen großen Maschinenpark habe war Handarbeit angesagt und so bin ich gut und gerne auf über 100 Arbeitsstunden gekommen. Darum kann ich nicht verstehen warum bei Fertigrümpfe professioneller Anbieter über den Preis diskutiert wird. Es ist ein sehr aufwändiger Prozess.