Schiffsmodellsport in Haldensleben

"Ein fast vergessenes Kapitel"

Durch die Arbeit mit Vaters Nachlass habe ich versucht den Verbleib  der Modelle, die er an das Dresdener Armeemuseum abgegeben hat zu recherchieren. Nach Informationen des Museums das  die M-L-R Krake von Herrn Tamm  1990 gekauft wurden war, standen für meine Frau und mich fest da müssen wir hin.

Für mich wäre es eine gewisse Befriedigung gewesen, wenn ein Modell nach Hamburg seinen Weg gefunden hätte.

Mein Opa, Vaters Vater war als Schiffbaumeister auf der Danziger Schichau-Werft beschäftigt. Zum Ende des zweiten Weltkrieges erhielt er den Befehl, sich in Hamburg bei Blohm und Voß zu melden.

Laut Befehl arbeitete Opa in Hamburg bis zum Zusammenbruch des dritten Reiches. Nach dem Ende  konnte er Hamburg verlassen, da seine Familie nach Magdeburg ausgesiedelt wurde, nahm er eine Stelle als Schiffbauer auf der Elbewerft Edgar Andre in Magdeburg an.

Wenn ein Modell von Vater nach Hamburg gekommen wäre, hätte sich der Kreis wieder geschlossen.

Mit diesen Gedanken im Kopf haben wir uns in Hamburg ein Hotelzimmer gemietet  und haben im Mai 2013 der Elbmetropole einen Besuch abgestattet. Das Wetter machte Hamburg alle Ehre, es regnete wie aus Eimern aber da wir Samstag ins ImmH wollten war das erstmal egal.

Nachdem wir uns im Museum angemeldet hatten, wurden wir vom verantwortlichen Mitarbeiter abgeholt und er zeigte uns im Depot  das Modell.  Leider musste ich feststellen, dass es nicht Vaters Modell der Krake war.

Ein bisschen Enttäuscht machten wir uns an die Besichtigung des Museums. Aber die Vielfalt der Exponate entschädigten uns für die vor rangegangenen Mühen.

Das Museum verbreitet ein Flair das sehr schwer zu fassen ist, die Beleuchtung, die Vielfalt der Exponate, die ganze Geschichte. Es ist unmöglich zu sagen. das man nach 4 Stunden Besichtigung alles gesehen hat. Für uns steht fest das, wir noch ein zweites Mal das Museum besuchen werden.

Auch die gastronomischen Einrichtungen haben uns sehr gut gefallen. Als wir uns etwas Fuß lahm in die Gaststätte zurückgezogen hatten, um uns zu besprechen und den Besuch auszuwerten, ging das bei einem kühlen Bier und einem leckeren Fischteller richtig gut.

Spät am Abend landeten wir in unserem Hotel und wahren mit unserem ersten Tag sehr zufrieden, mal sehen was der Sonntag noch bringt. Bevor wir um 15,00 Uhr die Rückreise antreten wollten, hatten wir eine Hafenrundfahrt geplant. Darüber berichte ich noch gesondert. Die Fotos von unserem Aufenthalt im Internationalen Maritim Museum Hamburg stelle ich in der Bilder- Galerie ein. Ein Besuch lohnt sich wirklich.